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UMWELTASPEKTE
unseres
Standortes
1
INHALTSVERZEICHNIS
Die Firma
Ges.m.b.H. hat ein integriertes, prozessorientiertes Qualitäts- und Umwelt-
managementsystem eingeführt und zusätzlich zur bereits seit 1996
bestehenden EN ISO 9001:1994 Zertifizierung im Jahr 1999 eine Zertifizierung nach
EN ISO 14001:1996
sowie eine Validierung nach EMAS VO 1836/93 durchgeführt. 2002 wurde Firma
Ges.m.b.H. erfolgreich nach EN ISO 9001:2000 und EN ISO 14001:1996
rezertifiziert.
Ziel ist die
innerbetriebliche kontinuierliche Verbesserung der Prozesse sowohl im
Qualitäts- als auch im Umweltbereich.
„Kontinuierliche
Verbesserung auf Grund von Erkennen, Vermeiden und Vorbeugen - vor der
Entstehung, Entsorgung und nachträglicher Korrektur“
Mit diesem Vorsatz soll
durch das Umweltmanagementsystem auch der wirtschaftliche Vorteil des
Umwelt- schutzgedanken zum Tragen kommen und als Führungsinstrument
genutzt werden.
-
1974
Gründung eines technischen Büros durch Hrn. Ing. Alois Neuhold
mit Spezialisierung auf die Konstruktion umwelttechnischer Anlagen.
-
1976
Eintritt von Hrn. Ing. Alois Neuhold in die Firma Prohaska Ges.m.b.H.
und Aufbau der Abteilung Umwelttechnik als zweites Firmenstandbein,
Leiter der Abteilung Umwelttechnik bis 1986.
-
1986
Gründung der Firma
Ges.m.b.H. mit dem Standort Gleisdorf für
das technische Büro und
dem Standort Weiz für die Werkstatt.
-
1988 Mitglied der Gütegemeinschaft
für Wassertechnik GWT.
-
1993/94 Bau der neuen
Betriebsstätte in Gleisdorf.
-
1994
Übersiedlung der Werkstatt und des technischen Büros in die neue
Betriebsstätte.
-
1996
Zertifizierung nach EN ISO 9001:1994.
- 1999
Rezertifizierung nach EN ISO 9001:1994, Zertifizierung nach EN ISO 14001:1996 und
Validierung nach EMAS VO.
- 2002
Rezertifizierung nach EN ISO 9001:2000 und EN ISO 14001:1996.
4
Unternehmensvorstellung
Seit 1993/94 hat die Firma
Ges.m.b.H. ihren Sitz in A-8200 Gleisdorf, Industriestraße 32, wobei
das Bürogebäude und die Werkstatt auf dem selben Betriebsgelände
stehen. Somit können Entwicklung und Produktion durch enge
Zusammenarbeit und kurze Informationswege kundenorientiert und flexibel
Anforderungen erfüllen.
Geschäftsführender
Gesellschafter und Eigentümer ist Herr Ing. Alois Neuhold.
4.2
Umweltbeauftragter
Ø
Der Umweltbeauftragte im Betrieb ist die Geschäftsleitung, Herr Ing.
Alois Neuhold.
In
seinem Verantwortungsbereich liegen:
¨
Erstellung und Freigabe der Qualitäts- und Umweltpolitik
¨
Vorgabe von Umweltzielen
¨
Abfallmanagement
¨
Investitionen für Umweltbereich planen und vorgeben
¨
Fortbildungsmaßnahmen veranlassen
¨
Umweltbezogene Maßnahmen setzen aufgrund von Vorfällen
¨
Sicherstellung der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und
Auflagen im Betrieb
¨
Überwachung und Überprüfung der jährlichen
Umweltmanagementsystembewertung
Zur Unterstützung des
Umweltbeauftragten im Betrieb werden durch die Systembeauftragte weitere
Aufgaben, wie die Dokumentation und Implementierung des
Umweltmanagementsystems, die Beratung und Schulung der Mitarbeiter in
Umweltbelangen, die Aufzeichnung von Problemen und
Maßnahmenüberwachung, die Bewertung umweltrelevanter Tätigkeiten,
Stoffe und Anlagen, Auditdurchführung und Vorbereitung der Management –
Bewertung durchgeführt.
Zu unseren Leistungen
zählen die Planung, Entwicklung, Produktion, Montage und Inbetriebnahme
von Abwasserreinigungs- und Wasseraufbereitungsanlagen,
Abfallkompostierungsanlagen und biologischen Abluftreinigungsanlagen
sowie Hochwasserschutzeinrichtungen.
Durch unsere Produkte tragen wir aktiv zur Verbesserung der
Umweltsituation bei.
Zu unserer
Firmenphilosophie und unserer Stärke im Bereich Umwelttechnik zählt
die flexible, kundenorientierte Entwicklung von Komponenten, die
problembezogen, spezifisch entwickelt werden und somit Kundenprobleme
und Wünsche optimal lösen können.
-
Wasseraufbereitungsanlagen
-
Abwasserreinigungsanlagen
-
Rechenanlagen
-
Vor- und Nachklärbeckenausrüstungen
-
Sand- und Fettfangausrüstungen
-
Belebungsbeckenausrüstungen
-
Ausrüstungen zur Schlammbehandlung
-
Entwässerungsanlagen
-
Phosphatfällungsanlagen
-
Einbeckenkläranlagen
-
Industrieabwasserkläranlagen
-
Kleinkläranlagen für 5 - 2500 EGW
-
Filteranlagen für Abwasserreinigung
-
Leichtflüssigkeitsabscheider
-
Flotationsanlagen
-
Regenklärbeckenausrüstungen
-
Abflussregler
-
Hochwasserschutzbarrieren
-
Abfallkompostierungsanlagen
-
Biologische Abluftreinigung (Biofilter)
Die Firma
Ges.m.b.H. liegt im Gewerbegebiet Gleisdorf-Albersdorf und
ist über die Autobahn A2 leicht erreichbar, Autobahn-Abfahrt Gleisdorf
West in Richtung Hartberg/ Weiz. Auf der Umfahrungsstraße Gleisdorf in Richtung Gewerbegebiet Gleisdorf-Albersdorf abbiegen. Zum
Transport von Material und Produkten steht uns ein Gleisanschluss am
Betriebsgelände zur Verfügung.
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Landschaft/ Klima:
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Hügelige Weinbaugegend im Südosten
Österreichs.
Niederschlagsmengen durchschnittlich ca. 800 – 1000 mm pro Jahr
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Bodenbeschaffenheit:
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Humus / Schotter
|
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Grundwasserspiegel:
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2 – 2,5 m Tiefe
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Hauptwindrichtung:
|
Nord-Ost
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4.5.2
Bebauung
Nach dem derzeitig
gültigen „Flächenwidmungsplan“ aus dem Jahr 1995 befindet sich die
Betriebsanlage in einem als „Industriegebiet II “ gewidmeten Gebiet.
Der Standort ist lt. Auskunft der Stadtgemeinde Gleisdorf altlastenfrei.

In einem Umkreis von ca. einem Kilometer befinden
sich folgende benachbarte Betriebe:
- Georg
Fischer Mössner GmbH & Co. KG
-
Franz Schwarz Reise-, Autobus- u.
Güterbeförderungsunternehmen
-
Tupperware -
Orthaber Ges.m.b.H.
- Vescon Systemtechnik GmbH
-
Magna Heavy Stamping
Kundenzufriedenheit
Das Verständnis für die Erwartungen und Anforderungen unserer
Kunden ist vorrangiges Ziel und wird durch individuelle Beratung und
Planung sichergestellt. Die Berücksichtigung umweltrelevanter Aspekte
bei der Ausübung unserer Tätigkeiten ist Teil unseres Qualitätsbewusstseins.
Mitarbeiter
Unsere Mitarbeiter sind
unsere wichtigste Ressource. Gute
Qualitäts- und Umweltleistungen sowie eigenverant- wortliches Handeln und
vorausschauendes Denken wollen wir durch gezielte Schulungen und
Übertragung entsprechender Kompetenzen fördern.
Lieferanten
Durch die Auswahl und Bewertung unserer Lieferanten wollen wir
Eingangskontrollen reduzieren und eine gleichbleibende Qualität unserer
Zukaufteile erreichen. Wir erwarten von unseren Lieferanten, dass sie
unsere Qualitäts- und Umweltvorgaben einhalten und uns bei ihrer
Umsetzung unterstützen.
Behörden
Die Einhaltung einschlägiger gesetzlicher Rechtsvorschriften und
technischer Richtlinien wird als Mindestanforderung gewährleistet.
Darüber hinaus sind wir um eine gute Zusammenarbeit mit Behörden
bemüht.
Kommunikation und Umweltbewusstsein
Anregungen für
Verbesserungen, sowohl firmenintern als auch –extern, werden
begrüßt und sofern möglich umgesetzt.
Abfallvermeidung, Abfalltrennung, ressourcenschonende Fertigung
sowie die Beachtung und Umsetzung von Energiesparmaßnahmen sind unsere
Handlungsprinzipien. Hiermit wollen wir unseren Beitrag zum aktiven
Umweltschutz leisten.
Anlagen
Unsere Maschinen und
Anlagen werden vorschriftsmäßig betrieben und entsprechen dem
bestverfügbaren Stand der Technik. Dies wird durch regelmäßige
Überprüfungen fortlaufend sichergestellt.
System
Qualitäts- und
Umweltmängel dürfen unter keinen Umständen hingenommen werden.
Schwachstellen werden vorbeugend erfasst, analysiert und diesen durch
entsprechende Maßnahmen entgegengewirkt. Regelmäßig durchgeführte
Systemüberprüfungen ermöglichen die
Wirksamkeitsüberwachung und Einhaltung dieser Maßnahmen.
Durch Setzung von
Umweltzielen verpflichten wir uns zur kontinuierlichen Verbesserung und
Verhütung von Umweltbelastungen.
Die Verantwortung für
die Umsetzung dieser Politik trägt jeder Mitarbeiter in seinem
Aufgabenbereich.
Das Umweltmanagementsystem der Firma
Ges.m.b.H. ist nach den ISO
14001:1996 Anforderungen ausgerichtet.
Die Dokumentation des
Managementsystems erfolgt im Managementhandbuch, in Verfahrens- und
Arbeitsanweisungen sowie in Merkblättern.
Für die Erstellung und
Verteilung der Managementdokumente ist die Systembeauftragte zuständig.
Ebenfalls werden umweltrelevante Aufzeichnungen von ihr verwaltet und
ausgewertet. Interne umweltrelevante Kontrollen werden vom Werkstattverantwortlichen durchgeführt bzw. an Fachfirmen übergeben.
Umweltrelevante Verbrauchsdaten werden monatlich erfasst und jährlich
bewertet. Durch die monatliche Aufzeichnung umweltrelevanter Daten haben
wir die Möglichkeit, Trends zu verfolgen, Schwankungen zu hinterfragen
und/ bzw. rechtzeitig mit Maßnahmen einzugreifen, die umweltrelevante
Gefahren vorbeugen sollen.
Unsere Lieferanten
werden durch die jährliche Lieferantenbewertung auch im Hinblick auf
ihr ökologisches Bewusstsein ausgewählt.
Die Mitarbeiter werden
bei internen Schulungen auf die umweltrelevanten Aspekte unserer
Prozesse hingewiesen. Durch Aushänge und Betriebsrundschreiben der
Geschäftsleitung werden umweltrelevante Informationen an die
Mitarbeiter weitergegeben.
Anregungen der
Mitarbeiter sowie externer Kreise werden von der Systembeauftragten
entgegengenommen und der Geschäftsleitung weitergeleitet.
Die Überprüfung der
gesetzlichen Auflagen untersteht der Geschäftsleitung.
Neue Bescheide werden von der Geschäftsleitung
erfasst und in die Bescheidliste aufgenommen, die auch die
durchzuführenden Maßnahmen enthält. Alle, die Firma
betreffenden Gesetze sind in der Gesetzesliste festgehalten und mittels
Rechtsdatenbank Abonnement der aktuelle Stand sichergestellt. Die
Geschäftsleitung ist für die Einleitung der Maßnahmen, die aus den
Bescheiden sowie Gesetzesauflagen resultieren, zuständig.
Der Systembeauftragten obliegt es, die Umsetzung der Maßnahmen
sicherzustellen.
Mindestens einmal
jährlich erfolgt eine interne Überprüfung
des Managementsystems. Durch interne Audits wird die Wirksamkeit des
Umweltmanagementsystems und der Wissensstand der Mitarbeiter
überprüft. Der abschließende Auditbericht dient u.a. als
Bewertungsgrundlage für die Geschäftsleitung, die ebenfalls mindestens
einmal im Jahr das Managementsystem einer Bewertung unterzieht.
Diese Bewertung
umfasst
u.a. die Einhaltung der
Legal Compliance, die Umsetzung der Umweltziele, die Einhaltung der
Umweltpolitik, mögliche Umweltnotfälle und umweltrelevante Daten.
Die Ergebnisse dieser Bewertung sind Grundlage für die Formulierung
neuer Umweltziele und die Erstellung eines Umweltprogrammes, durch das
wir eine kontinuierliche Verbesserung unserer Umweltleistungen
anstreben.
-
PLANUNG
Planung, Entwicklung und Konstruktion umwelttechnischer Bauteile nach
individuellen Kundenanforderungen unter Berücksichtigung technischer
Vorgaben und Einhaltung von qualitäts- und umweltrelevanten Vorschriften.
-
PRODUKTION
Einzelfertigung von Stahlbauteilen und Maschinen, sowie Zusammenbau
gefertigter oder zugekaufter Komponenten unter Verwendung entsprechender
Zusatzmaterialien und Hilfsmittel. Durchführung entsprechender Qualitäts-
und Umweltkontrollen und Durchführung innerbetrieblicher Wartungstätigkeiten
zur Erhaltung der Maschinentauglichkeit, Erfüllung gesetzlicher /
vorgeschriebener Auflagen und Sicherstellung der Einhaltung des Stands der
Technik.
-
MONTAGE
Zusammenbau des Auftragsumfangs vor Ort nach dokumentierten Anweisungen,
Montagedurchführung und -kontrollen, Baustellensicherung, Endkontrollen.
7.2
Unterstützende Prozesse
Firmenleitung:
-
Investitionen,
Finanzierungen, Versicherungen, Vertrieb
-
Strategische
Planung, Unternehmenspolitik, Zielvorgaben im Umwelt- und
Qualitätsbereich, Festlegung von Korrektur- und
Vorbeugemaßnahmen, Management-Bewertung
-
Personalbereitstellung,
Personalauswahl, Freigabe Aufbauorganisation
-
Fortbildungsplanung,
Mitarbeitermotivation, Arbeitsplatzsicherheit
-
Behördenkontakte,
Gesetze und Vorschriften/Verwaltung
Administration:
- Rechnungswesen, Buchhaltung,
Lohnverrechnung
- Nachkalkulation
- Sekretariat,
Telefonzentrale
Qualitäts- und Umweltmanagement
-
Qualitäts-
und Umweltmanagementsystemaufbau
-
Dokumentation
der Prozessabläufe
-
Durchführung
der Umweltprüfung und Dokumentation
-
Erfassung und Auswertung umweltrelevanter Daten
-
Erfassung umweltrelevanter Anlagen, Stoffe und Tätigkeiten
-
Feststellung des Schulungsbedarfs, Durchführung interner
Schulungen für den Qualitäts- und Umweltbereich
-
Fehleranalyse, Fehlerkostenbewertung
-
Lieferantenbewertung
-
Durchführung von internen Audits / Umweltbetriebsprüfungen
-
Wirksamkeitsüberprüfung bei gesetzten Maßnahmen
-
Verwaltung der Legal Compliance
-
Notfallplanung (Überprüfung des Brandschutzplanes,
Verwaltung der Sicherheitsdatenblätter,
Überprüfung des 1. Hilfe Koffers, Feuerlöscherüberprüfung,
Mitarbeiterinformation, Probeübungen, etc.)
Vertrieb & Kalkulation
Auftragsabwicklung
-
Projektbearbeitung,
Projektkoordination und –planung
-
Abklärung mit Kunden,
Projektvorgaben und –dokumentation
-
Konstruktionsüberwachung und –prüfung
-
Einkauf / Fremdfertigung
-
Überwachung des
Projektfortschritts
-
Erstellung der Betriebsanleitungen
-
Transportorganisation,
Montageplanung
-
Abnahmen
- Rechungsstellung
Lager
-
Materiallagerverwaltung,
Materialannahme, Eingangskontrolle
-
Materialbereitstellung
-
Auslieferkontrolle, Verpackung, Versand, Verladung
-
Sicherheitsausrüstung und –behelfe ausgeben und überprüfen
- Interne Wartung von Anlagen und
Betriebseinrichtungen
Das Ziel der Input- /
Output-Analyse besteht in der Untersuchung des umweltschutzbezogenen
IST-Zustandes des Unternehmens zu Beginn des Projektes. Die Ergebnisse
dieser Analyse bilden die Grundlage zur Vorgabe konkreter
umweltrelevanter Ziele im Rahmen der Entwicklung eines
Umweltmanagementsystems und zur Erfassung der Umweltauswirkungen des
Standortes. Nur eine ausreichende Erfassung und Darstellung spezieller
Informationen ermöglicht das Aufspüren umweltrelevanter Schwachstellen
und die Entwicklung von Maßnahmen zu ihrer Beseitigung. Die
Bestandsaufnahme umfasst alle Unternehmensbereiche beginnend von der
Produktion über die Energieversorgung bis hin zum administrativen
Bereich.
Die umweltrelevantesten
Inputstoffe wurden im Rahmen der Umweltprüfung ermittelt:
Der
maximal erreichbare Punktewert für die höchste Umweltrelevanz
liegt
bei 63,5,
der Minimalwert liegt bei 2
Punkten.
Die höchste Umweltrelevanz
weist das Beizmittel Antox 71E auf.
Die Gefährdung ist auf Grund der Zusammensetzung des Stoffes in seiner
Toxizität für Mensch und Umwelt (Grundwasser) begründet. Da dieser
Stoff ausschließlich für kleine Schweißnahtbehandlungen im Zuge der
Montage benötigt wird, und wir auf Grund der Verarbeitungsqualität
keine Alternative gefunden haben, werden die Facharbeiter im Umgang mit
diesem Stoff regelmäßig und besonders sorgfältig unterwiesen.
Alle Stoffe werden vor
Ihrer Freigabe in einer Stoffliste erfasst und nach umwelt- und
sicherheitsrelevanten Kriterien unter Berücksichtigung der
Stoffsicherheitsdatenblätter bewertet.
Um einer möglichen
Umweltgefährdung entgegenzuwirken, werden die Unterweisungen bei den
Mitarbeitern auch auf Notfallmaßnahmen ausgedehnt.
Aufgrund der
durchgeführten Bewertung der Outputstoffe ergibt sich folgende
Prioritätenliste, der umweltrelevantesten Outputstoffe:

Der
maximal erreichbare Punktewert für die höchste
Umwelt-
relevanz
liegt bei 82,5, der
Minimalwert liegt bei 0 Punkten.
Ölhaltige Abfälle weisen
die höchste Umweltrelevanz für unseren Betrieb auf, stellen allerdings
auf Grund der geringen Anfallsmenge eine untergeordnete umweltrelevante
Gefährdung dar. Um einer
möglichen Umweltgefährdung entgegenzuwirken, werden jedoch
Unterweisungen bei den Mitarbeitern durchgeführt, um den richtigen
Umgang mit diesen Stoffen sicherzustellen.
Umweltrelevante
Tätigkeiten werden zur Ermittlung des internen Schulungsbedarfes
ermittelt. Umweltrelevant sind:
|
1
|
Beizen
|
-
Abwasser- und Bodenkontamination sowie die
Gesundheitsgefährdung im
Umgang
|
|
2
|
Gabelstapler fahren
|
-
Lärm, Energieverbrauch, Unfallgefahr
|
|
3
|
Schweißen,
Plasma-Schneiden
|
-
Abluft, Lärm, Energieverbrauch
|
|
4
|
Bohren, Drehen,
Fräsen
|
-
Abwasser, Energieverbrauch, Abfall und Lärm
|
|
5
|
Reinigung
|
-
Abwasser, Energieverbrauch, Abfall
|
Interne Schulungen werden
fachspezifisch vom Werkstattverantwortlichen und systemabhängige Unterweisungen
von der Systembeauftragten durchgeführt.
Die umweltrelevanten
Faktoren der Tätigkeiten werden den Mitarbeitern in Form von
Unterweisungen und Schulungen erklärt und mögliche Gefährdungen
bekannt gegeben. Hierdurch soll eine Bewusstseinsbildung für
Umweltschutzmaßnahmen erreicht werden, die eine mögliche Gefährdung
zukünftig verhindern soll.
Im Zuge der Umweltprüfung
wurden keine umweltrelevanten Anlagen ermittelt, die einer Regelung
bedürfen. Durch bereits erstellte Arbeitsanweisungen und spezielle
externe Fortbildungsmaßnahmen haben wir die Bedienung der Anlagen und
somit die Gefahr, die durch unsachgemäßen Betrieb erfolgen kann,
minimiert. Interne Wartungspläne sollen eine fortdauernde
Betriebsbereitschaft gewährleisten. Mitarbeiter für die interne
Maschinenwartung sind fachlich ausreichend qualifiziert.
Im Zuge der Erhebung des
Anlagenstandes wurden alle Anlagen aufgezeichnet, und nach dem Stand der
Technik bewertet.
Anlagen, die
sicherheitstechnisch nicht mehr dem Stand der Technik entsprachen,
wurden bereits im Rahmen des Umweltprogrammes entweder durch Aufrüstung
fehlender Sicherheitsausrüstungen auf den Stand der Technik gebracht
oder ausgeschieden. Anlagen, die auf Grund der Funktionalität und des
Energieverbrauches nicht dem Stand der Technik entsprechen, werden,
sofern auf Grund der Auslastung ein Austausch wirtschaftlich vertretbar
ist, mittel- bis langfristig im Rahmen des Umweltprogrammes
ausgetauscht.
Die Stromversorgung erfolgt
vom zuständigen Energieversorgungsunternehmen (Netzbetreiber
Feistritzwerke
Gleisdorf) und wird im Betrieb getrennt für das technische Büro und
die Werkstatt erfasst.
Im
Zuge der
Werkstättenplanung und Errichtung wurde bereits auf stromsparende
Anlagen und Geräteeinsatz Wert gelegt. Das Tageslicht wird durch
optimale Fensteranordnung (Lichtkuppeln im Deckenbereich und
durchgehende Fensterfronten im Wandbereich) bestmöglich genutzt, so dass die Hallenbeleuchtung nur minimal zum Einsatz kommt. Für die
Hallenbeleuchtung sind Energiesparlampen im Einsatz. Um den
Stromverbrauch zu senken, wurden im Jahre 1997 Schweißanlagen mit hohen
Anschlusswerten ausgeschieden und gegen moderne Anlagen mit niedrigeren
Anschlusswerten bei gleicher Leistung ersetzt.
Im technischen Büro wird
elektrischer Strom für den Betrieb der CAD-, EDV- und sonstiger
Büro-Anlagen sowie für Beleuchtungszwecke verwendet. Die Mitarbeiter
sind angewiesen, unnötigen Stromverbrauch durch „Standby-Einstellungen“
im Energiesparmodus zu vermeiden.
Die Wärmeversorgung der
Firma
Ges.m.b.H. erfolgt durch
Erdgas. Die Heizungsanlage besteht aus zwei Brennwertkessel, (Baujahr
1994, Fabrikalt ELCO KLÖCKNER , Type ULTRON 40 SG
mit je einem Nennwärmeleistungsbereich von 38,2 – 41,4 kW)
für die Zentralheizungsanlage im Büro und Werkstätte, die über eine
Thermostatsteuerung mit Nacht-/ Wochenendabsenkung geregelt wird.
Individuelle Einstellungen sind ebenfalls möglich. Zusätzlich
verfügen die Büroheizkörper über Thermostatventile.
Zur Wärmeversorgung der
Fertigungshalle sind weiterhin 5 Heißluftgebläse Fabrikat Ucotherm mit
einer nominalen Wärmeleistung von 47,3 kW (40.700 Kcal/h) und einer
nutzbaren Wärmeleistung von 42,78 kW (36.792 Kcal/h) installiert.
Die Heizungsanlage wird
monatlich kontrolliert, jährlich überprüft und gewartet. Die
Überprüfung erfolgt durch werkseigenes Personal auf Grund
gewerberechtlicher Genehmigung, sowie durch den zuständigen
Rauchfangkehrermeister. Behördliche Abgasmessungen sind uns nicht
vorgeschrieben.
Erdgas wird zum Betrieb der
Heizanlage zur Wärmeversorgung des Unternehmens verwendet. Technische
Gase werden für Schweiß- und Schneidarbeiten in der Fertigung
verwendet.
Der Erdgasverbrauch ist
nicht produktionsabhängig und dient nur zu Heizzwecken. Der Heizbedarf
orientiert sich an den klimatischen Verhältnissen. Um den
Energieverbrauch möglichst gering zu halten, wurde bei der Errichtung
der Betriebsgebäude auf maximale Wärmedämmung Wert gelegt
(Vollwärmeschutz, Spezialfußboden im Fertigungsbereich,
Thermoverglasung).
Zum Einsatz kommen
nachfolgende Gase: Sauerstoff, Azetylen, Argon, Formiergas, Atal Mix und
Stickstoff. Die Gase werden in Pfandgebinden gekauft.
Die Lagerung erfolgt lt.
Bescheid auf einer behördlich genehmigten Fläche (Gaslager)
vorschriftsmäßig. Die für die Produktion benötigte Menge befindet
sich an den Maschinen im Fertigungsbereich. Die Handhabung der
Gasflaschen erfolgt nach den technischen Sicherheitsvorschriften. Die
für den Gastransport berechtigten Mitarbeiter sind namentlich genannt
und werden jährlich über den Umgang mit technischen Gasen und die
möglichen Gefahren unterwiesen.
Der firmeneigene Fuhrpark
besteht aus Pkws / Kleintransportern und einem
Gabelhubstapler. Die Fahrleistung unserer Fahrzeuge pro Jahr ist sehr gering.
Die Fahrzeuge entsprechen dem letzten Stand der Technik.
Service- und Wartungstätigkeiten werden
regelmäßig in einer Fachwerkstätte
durchgeführt, ebenfalls erfolgt die Reinigung extern in einer
Waschstraße.
Die Fahrzeuge sind als
Dienstkraftfahrzeuge und als Montagefahrzeuge im Einsatz.
Der Treibstoffverbrauch
richtet sich nach der Einsatzhäufigkeit sowie den Entfernungen zum
Einsatzort. Der Hubstapler wird im Werkstättenbereich zum Transport von
Lasten sowie zum Be- und Entladen von Transportfahrzeugen verwendet.
Eine Treibstoffeinsparung ist nur durch entsprechende Unterweisung der
Mitarbeiter über wirtschaftlichen Einsatz und schonende Handhabung
möglich (unnötiges Laufenlassen des Motors vermeiden, etc.). Diese
Maßnahmen werden durch Schulungen gefördert, sind jedoch nicht messbar
bzw. durch Zahlen nachvollziehbar.
Durch die Errichtung einer
Bahnverlademöglichkeit am Standort sind wir bestrebt, Transporte auf
die Schiene zu verlegen und dadurch den Energieverbrauch für den
Transport unserer Produkte zu senken.
Die Wasserversorgung
erfolgt über das örtliche Wasserversorgungsnetz der Stadtgemeinde
Gleisdorf.
Das
Wasser wird als Trinkwasser, zur Reinigung und im Sanitärbereich
eingesetzt. Für die Produktion ist Wasser nur in geringfügigen Mengen
( bei diversen Tests, als Kühlmittel, bzw. zur Herstellung von
Schmiermittelemulsionen) erforderlich.
Abwasser entsteht im
Sanitärbereich und wird über die öffentliche Kanalisation entsorgt.
Kondensat, welches bei der Drucklufterzeugung anfällt, wird über eine
technische Anlage geleitet (Ölabscheider
mit Spezialfilter). Die anfallende Menge ist als geringfügig zu
bezeichnen und wird nach erfolgter Reinigung über das öffentliche
Kanalnetz entsorgt. Der Ölabscheider wird wöchentlich auf
Funktionstauglichkeit überprüft und halbjährlich gewartet.
Druckluft wird im Betrieb für den Betrieb von
Maschinen und der Sandstrahlanlage verwendet. Erzeugt wird die Druckluft
mittels Schraubenkompressor. Der Schraubenkompressor wird intern wöchentlich
geprüft und die Druckkesselanlage alle 5 Jahre durch den TÜV auf
Sicherheit überprüft. Im Zuge der internen Überprüfung wird
ebenfalls das Rohrleitungssystem der Druckluftanlage auf Dichtheit
kontrolliert. Undichte Stellen werden umgehend behoben, um
Energieverluste zu vermeiden.
Abfälle entstehen bei der
Firma
im Büro sowie im Werkstättenbereich. Die Abfallbesitznummer der Firma
lautet: 00943116
Als gefährliche
Abfallstoffe haben wir Altöl bzw. ölverunreinigte Abfälle mit der Schlüsselnummer:
54 102 zu entsorgen.
Um
das Abfallaufkommen so gering wie möglich zu halten, werden
Verpackungen von Lieferanten ( z. B. Kartonagen und Kunststoffe)
wiederverwendet.
Die
Entsorgung der Abfälle erfolgt nur bei genehmigten Entsorgungsbetrieben
und den dafür vorgesehenen öffentlichen Sammelstellen.
Unser Ziel ist, möglichst
sortenrein zu sammeln, um Entsorgungskosten zu reduzieren. Aus diesem
Grunde haben wir ein internes Abfalltrennsystem eingeführt.
Geringfügige Emissionen
entstehen durch den Schweißrauch beim Schweißen sowie durch die
Glasperlenstrahlanlage. Diese Emissionen sind für die
Arbeitsplatzsicherheit und nicht für die Umwelt von Bedeutung. Da die
Firma
ausschließlich Einzelfertigung betreibt, wird nicht durchgehend
geschweißt, bzw. ist die Glasperlenstrahlanlage nur im Bedarfsfall im
Betrieb. Dadurch fallen die erwähnten Emissionen nur zeitweise an. Der
Schweißrauch wird über eine Schlauchfilteranlage mit einer Leistung
von 18 KW ins Freie geleitet. Es sind max. 9 Absaugstellen verfügbar.
Die Glasperlenstrahlanlage
ist mit einer Schlauchfilteranlage ausgerüstet. Diese besteht aus 85
Polyester Nadelfilz Filterschläuche, die eine Gesamtfilterfläche von
110m² bilden und einen Gesamtreinigungsgrad von 98,9% bilden.
Verunreinigungen der Filterschläuche werden diskontinuierlich mittels
Vibrationsmotoren abgereinigt und gelangen über Sammeltrichter und
Gewichtsklappen in die Staubbehäter. An der Filteranlage befindet sich
eine optische Anzeige, an der die Funktionstauglichkeit des Filters
kontrolliert werden kann. Der vom Filter abgeschiedene Glasperlenstaub
wird als Restmüll entsorgt. Die Glasperlenstrahlanlage stellt für
unseren Standort keine umweltrelevante Belastung dar. In der Regel
werden ca. 80% der gereinigten Luft in die Strahlhalle zurückgeblasen.
20% werden an die Atmosphäre zurückgegeben. Die weiteren Anlagen am
Standort haben keine Emissionen.
Durch die Firma
entsteht keine Geruchsbelästigung.
Die Lärmsituation am
Standort beschränkt sich auf den Verkehrslärm, der durch den An- und
Abtransport von Rohware und Fertigprodukten entsteht. Der Maschinenlärm
im Fertigungsbereich ist für die Arbeitssicherheit von Bedeutung,
stellt jedoch keine umweltrelevante Belastung des Standortes dar.
Das Betriebsgelände der
Firma
ist
bis auf einen kleinen Grünanlagenbereich asphaltiert. Im
Fertigungsbereich ist die Werkshalle mit einem Spezialfußboden
ausgestattet. Die Lagerbereiche für umweltrelevante Stoffe sind, wo
notwendig, mit geeigneten Auffangwannen ausgestattet, um ein
versehentliches Verschütten bzw. Auslaufen von Flüssigkeiten auf den
Werkstättenboden zu verhindern.
Um umweltrelevante Unfälle
und Vorfälle am Betriebsgelände zu vermeiden, wurden nachfolgende
Vorkehrungen gesetzt, die das Risiko minimieren:
Umweltmanagementsystem
Einführung und Ausbau
eines Umweltmanagementsystems, Kontrolle umweltrelevanter Aspekte und
Festlegung von Vorbeuge- und Korrekturmaßnahmen.
Brandschutzplan
Der Brandschutzplan gibt
eine Übersicht über die brandschutztechnischen Einrichtungen (Standort
der Feuerlöscher, Fluchtwege) des Betriebes.
Gefährliche
Stoffe
Bewertung aller
umweltrelevanten Einsatzstoffe anhand der Sicherheitsdatenblätter.
Freigabe des Einsatzes durch die Systembeauftragte. Aufnahme in das
Verzeichnis umweltrelevanter Stoffe und ggf. Unterweisung der
Mitarbeiter anhand der Sicherheitsdatenblätter. Diese geben die
Eigenschaften und Hinweise über den Umgang mit diesen Stoffen an.
Öl
und Lacklager
Errichtung einer geeigneten
Auffangwanne um versehentliches Verschütten bzw. Auslaufen von
Flüssigkeiten auf den Werkstättenboden zu verhindern.
Gaslager
Die Handhabung der
Gasflaschen darf nur von Befugten und schriftlich bestellten Personen
durchgeführt werden. Das Unfallrisiko soll dadurch minimiert werden.
Unterweisungen
/ Schulungen
Unterweisung der
Mitarbeiter über umweltrelevante Aspekte und Maßnahmen zur Vermeidung
von Umwelt- belastungen.
Um
Unfällen vorzubeugen, werden Vorschriften zur Handhabung und Lagerung
eingehalten und Tätigkeiten laut Sicherheitsdatenblatt durchgeführt.
-
Brandgefährliche Stoffe werden nur in kleinen Mengen in
abgegrenzten, dafür geeigneten Bereichen gelagert.
-
Wassergefährdende
Stoffe (Öle) werden auf Grund ihrer möglichen Umweltgefährdung
in eigenen Lagerbereichen zusammengefasst. In diesen
Lagerbereichen wird ein Ausfließen der Stoffe im
Hallenbereich durch die Installierung einer geeigneten Ölauffangwanne
verhindert.
-
Giftige
Stoffe (Antox 71 E) werden mittels gültigem
Giftbezugsschein besorgt und im Magazin versperrt gelagert.
Die Ausgabe ist nur an unterwiesene Mitarbeiter im Rahmen
ihrer Tätigkeit gestattet.
Um
eine Gesamtbetrachtung der Umweltaspekte durchführen zu können, wurde
mit Hilfe der Bewertungen für die einzelnen Prioritätenlisten der
Inputstoffe, der Outputstoffe, der umweltrelevanten Tätigkeiten und der
umweltrelevanten Anlagen eine Gesamtwertetabelle zusammengefasst.
Das nachfolgend angeführte
Diagramm gibt Aufschluss über die Ausmaße der einzelnen Umweltaspekte,
die durch den Standort
entstehen.
Aus
diesem Diagramm lässt sich erkennen, dass bei der Firma
die Umweltkriterien Abfall und das mögliche Unfallrisiko die größte
Relevanz darstellen, gefolgt von Energie, Luftemissionen,
Abwassergefährdung und Bodenkontamination sowie Geruchsbelästigung.
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